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Vortrag der Diplom-Psychologin Frau Schubert am 29.10.2005

beim Treffen der Selbsthilfegruppe Hessen in Lampertheim


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Psychologische Schmerzbehandlung

Zu Beginn wurde festgestellt, dass nur wenige der anwesenden Syringomyelie-Patienten eine ausreichende psychologische Betreuung haben. Weil diese Erkrankung stark im neurologischen Behandlungsbereich angesiedelt ist und die interdisziplinäre Zusammenarbeit im ambulanten Rahmen häufig unzureichend ist, bekommen die meisten Patienten keine oder erst sehr spät psychologische Unterstützung.
Viele haben auch Angst in die "Psycho-Schiene" eingestuft zu werden. Psychotherapeuten, die sich mit der psychologischen Schmerzbehandlung beschäftigen, können eine sinnvolle Hilfe bei einer so schwerwiegenden chronischen Erkrankung sein. Durch diese Behandlung können die Schmerzen jedoch nicht beseitigt werden. Es soll eine Unterstützung zum besseren Umgang mit den Schmerzen sein. Dass jeder Patient unter seiner Erkrankung leidet, steht unabänderlich fest.

Wer Schmerzen erleidet ist kein Simulant! Das ist auch bei Mitmenschen, die es besser wissen müssten, ein weit verbreitetes Missverständnis. Schmerzen sind nicht objektivierbar. Es gibt kein Messgerät für die Subjektivität von Schmerzen! Jeder Mensch erlebt und verarbeitet Schmerzen anders! Wenn ein Patient über Schmerzen klagt, muss dieses so akzeptiert werden, wie er diese empfindet! Jeder Mensch ist verschieden: Der eine etwas sensibeler und der andere stärker. Aussagen, wie beispielsweise: " Sie war schon immer etwas wehleidiger" oder " Männer leiden mehr" sind unsachgemäß.

Die Psychologen beschäftigen sich mit dem Schmerzgeschehen seit den 60er Jahren. Die Forschung über die Entstehung von Schmerzen ist mittlerweile gut fortgeschritten. Darüber gibt es heute sehr brauchbare Informationen, die durch die neuen Ergebnisse in der Hirnforschung ständig ergänzt werden.
In den Anfängen der Untersuchungen von Schmerzphänomenen wurden Tests vorgenommen, bei denen im Krankheitsbild exakt identische Patienten gleichen Alters zu ihrer Schmerzwahrnehmung befragt wurden. Dabei kamen sehr unterschiedliche Ergebnisse zustande. Das ist die Basis an der die Psychologen ansetzen können.

Die psychologische Behandlung der Schmerzproblematik beruht sich auf die Schmerzwahrnehmung und Linderung der Schmerzen durch professionelle Gespräche mit den Patienten. Ein wichtiger Aspekt ist positives Denken! Das gelingt natürlich nicht immer.

Häufig stellt die Erkrankung auch eine Überforderung des Partners dar. Ein guter Psychotherapeut ist auch dafür da, sich das Wehklagen des Patienten anzuhören, so dass der Partner und somit die Beziehung dadurch weniger belastet wird. Das Ziel der Behandlung ist, dass der Patient ein Besserungsgefühl erlangt und seine Schmerzen unerheblicher empfindet oder für ein paar Stunden vergessen kann. Wer an einer chronischen Krankheit leidet, muss sich immer mit ihr auseinandersetzen bzw. mit "in Verhandlung" stehen.

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Der Vortrag steht auch als Download zur Verfügung. Download (ca. 102 kb) (
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